Zu schnelles Abnehmen kann aufs Herz gehen

Mein Kardiologe warnt auf der Website seiner Praxis vor forciertem Abnehmen, weil dabei das Herz geschädigt werden kann - bedenkenswert!

Er hat nichts gegen Abnehmen im Gegenteil: „Jeder Übergewichtige, der sich zum Abnehmen entschließt, ist zu beglückwünschen und zu unterstützen, denn damit verlängert er potenziell sein Leben und steigert zugleich seine Lebensqualität“,sagt er, ABER „Auch mit dem Abnehmen kann man es übertreiben. Das gilt zum einen für die komplementäre Seite der Nahrungsaufnahme, die Bewegung: Wer jahre- oder jahrzehntelang Sportmuffel war, sollte seinem Körper nicht plötzlich Höchstleistungen abverlangen. Gesünder ist eine kontinuierliche Steigerung des Pensums. Zum anderen begehen viele Menschen den Fehler, ihre Nahrungsaufnahme zu drastisch herunterzufahren – das wiederum kann am Ende zu Herzschädigungen führen.“

Denn, wer stark abnimmt, nimmt auch Muskelmasse ab - auch am Herzmuskel, das kann zu Herzrhythmusstörungen führen. Gemeinsam mit der schon anderswo erwähnten Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) rät er "Um mehr als 500 Kilokalorien sollte man die tägliche Energiezufuhr nicht senken. Einen individuellen Wert erhält man mit der Formel „Normalgewicht (kg) mal 30 Kilokalorien minus 500 Kilokalorien“. Wer eine größere Reduktion wünscht, sollte in jedem Fall zuvor ärztlichen Rat einholen und die Diät idealerweise kontinuierlich ärztlich begleiten lassen.". Moderates Abnehmen ist nicht nur gesünder, es macht auch den Jo-Jo Effekt unwahrscheinlicher.